160 Jahre Paulinenauer Bahnhofsgebäude 2007

17.02.2008

Zukunft für das Bahnhofsgebäude

Joachim Scholz

Paulinenaue besitzt neben dem Herrenhaus nur ein kulturbedeutsames Gebäude: seinen klassizistischen Bahnhof. Er hat das Aufblühen des Dorfes im 19. Jahrhundert gewährleistet, ihm verdankt Paulinenaue, dass es sich überhaupt von seinen einstigen Schwestern Bienenfarm und Lindholzfarm unterscheidet. Ein Teil des Bahnhofs bildet heute die älteste auch äußerlich erhaltene Bausubstanz unseres Dorfes. Kurzum: wohl kein anderes Gebäude prägt die Identität Paulinenaues so wie der Bahnhof und wahrscheinlich gibt es niemanden, der sich das Dorf ohne ihn vorstellen kann.

Das Empfangsgebäude des Paulinenauer Bahnhofs.

Das Empfangsgebäude des Paulinenauer Bahnhofs. Foto: Joachim Scholz, 2003.

Und doch ist es schlecht um den Bahnhof bestellt. Allgemein wird sein desolater Zustand beklagt, immer wieder kursieren Sanierungs-, aber auch Abrissgerüchte, doch zu seiner Erhaltung ist bislang wenig geschehen. Die Serie über den Paulinenauer Bahnhof, die im Jubliäumsjahr 2007 – 160 Jahre nach Erteilung der Baugenehmigung – begonnen wurde, will für die Geschichte des Bahnhofsgebäudes sensibilisieren und nach Perspektiven für die Zukunft fragen.

Die erste Folge ist ein Artikel, der der Frage nachgeht, warum Paulinenaue und nicht die Nachbardörfer Bienenfarm, Lindholzfarm oder Brädikow in den 1840er Jahren einen Bahnhof erhielt. Hier wird neben der ältesten Abbildung Paulinenaues, einer Lithografie aus dem Jahre 1853, auch die Übersetzung eines frühen Eisenbahnreiseberichtes wiedergegeben.

Lesen sie [hier] den Artikel „Warum Paulinenaue einen Bahnhof hat – auf Spurensuche in der frühen Ortsgeschichte“

 

Das Paulinenauer klassizistische Bahnhofsgebäude gewinnt seine überregionale Bedeutung als Teil eines Gesamtkunstwerkes der deutschen Frühindustrialisierung. Erst der Blick auf seine Nachbarn entlang der Strecke zeigt unseren Bahnhof im Gefüge der „Corporate Identity“, die sich die Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft unter ihrem Architekten Friedrich Neuhaus im 19. Jahrhundert verliehen hatte.

[Hier] geht es zum Artikel „Die klassizistischen Bahnhöfe der Berlin-Hamburger Eisenbahn“

 

Die Darstellung eines Planes zur Vergrößerung des Empfangsgebäudes 1883 hat sich im Görlitzer Archiv der Deutschen Bahn erhalten und ermöglicht in Grund- und Aufrissen einen Blick in das großzügig geplante Innere des Bahnhofs zur Kaiserzeit.

Alles über die „Vergößerung des Empfangsgebäudes 1883″ können Sie [hier] lesen.

 

Mit der Gründung des Paulinenauer Kulturvereins e.V. hat sich im Jahre 2006 nach dem Funktionsverlust des Empfangsgebäudes in der Nachwendezeit ein Anwalt für den Erhalt des noch immer stolzen Bahnhofsgebäudes gefunden. Kulturverein und Gemeinde suchen mittlerweile gemeinsam nach Möglichkeiten für die Zukunft. Auch darüber wollen die folgenden Seiten berichten.

[Hier] geht es zum Artikel „Erste Schritte in die Zukunft des Paulinenauer Bahnhofsgebäudes“.

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