Fremdnutzung und Zerstörungen gefährden Radweg „Stille Pauline“

Joachim Scholz

04./14.10.2013. Schon als vor zwei Jahren der Radweg „Stille Pauline“ eröffnete, ahnte Dirk Pfannschmidt, dass der schnurgerade, entlang der ehemaligen Bahnlinie nach Fehrbellin führende Weg durchs Havelländische Luch wohl nicht bloß die Radler begeistern, sondern auch größeren Fahrzeugen eine willkommene Abkürzung sein würde. „Genau so ist es gekommen“, schreibt der Radtourist aus Dallgow-Döberitz, der an Wochenenden bis zu 50 Kilometer zurücklegt, um die beliebte Strecke zu fahren. „Dort, wo von Paulinenaue aus gesehen der Fahrradweg beginnt, sind deutliche Fahrzeugspuren zu sehen.“

Umfahrung der Sperre
Bei Eichberge deuten tiefe Fahrspuren an, dass der Radweg auch mit schwerem Gerät befahren wird. Foto: Dirk Pfannschmidt, 2013.

Etwa einen Kilometer weiter ist ein Absperrgitter bereits zerstört. Als Dirk Pfannschmidt das Gitter gerade gebogen hatte, habe wenig später ein Unimog den Fahrradweg genutzt. Seine Fotos zeigen, dass eine Zweckentfremdung der Strecke in starkem Maße stattfindet. Sie verdeutlichen aber auch, wo das Problem liegen dürfte, wollte man der Umnutzung und den Beschädigungen Einhalt bieten. Die einsame Strecke ist kaum zu kontrollieren. Darin sieht auch Dieter Czerniak vom Amt Friesack in einer Stellungnahme das Problem. Er rät Beobachtern dennoch, die Nummern der Fahrzeuge zu notieren, die den Radweg zweckwidrig benutzen.

Geländer
Zerstörtes Geländer bei Lobeofsund. Foto: Dirk Pfannschmidt, 2013.

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