Das Storchennest in Paulinenaue

Text: Eckhard Vierjahn

Für die Paulinenauer ist es ganz selbstverständlich, dass in jedem Jahr im Frühjahr das Storchenpaar in Paulinenaue ankommt und im August das Dorf mit seinen Jungstörchen wieder verlässt. Was für uns Normalität ist, findet bei so manchen Besuchern besondere Beachtung. Ich erinnere mich beim Blick auf das Storchennest immer wieder an Besuch aus Witten an der Ruhr. Für unseren Besuch war es ein besonderes Ereignis, bei uns im Dorf und auch bei Ausflügen in die nähere Umgebung Störche beobachten zu können.

Die Paulinenauer Storche auf einem Spaziergang unweit ihres Nestes in der Jahnstraße. Foto 2018.

Seit wann nisten Störche in Paulinenaue? Dazu gibt es keine genauen Aufzeichnungen. Die ältesten Erinnerungen reichen bis Mitte des letzten Jahrhunderts zurück. Auf Nachfrage bei der Storchenbeauftragten des NABU – Frau Claudia Jörg – wurden uns Daten ab dem Jahr 2000 zur Verfügung gestellt.

Bis 2006 befand sich das Storchennest auf dem Gebäude der ehemaligen Goldschmidtschen Schweißerei in der Ruppiner Straße (gegenüber der ehemaligen Fleischerei Schröder, Hausnummer 2). Im Jahr 2005 wurde in der Jahnstraße (gegenüber Hausnummer 5) das Nest auf einem Betonmast aufgebaut. Es ist seit 2007, nach Abriss der Schweißerei, bewohnt.

Im Ort sind es Ralf Kopplin und Ingo Ludwig, die Informationen zu den Störchen an Frau Jörg übermitteln. Die Daten von Frau Jörg werden hier auch veröffentlicht und sollen jährlich ergänzt werden.

Das Storchennest in der Jahnstraße mit Elternteil und mehreren Jungvögeln. Foto 2024.

Der Paulinenauer Kulturverein e.V. wird noch in diesem Jahr eine Tafel mit den Daten zum Paulinenauer Storchennest und Informationen zum Weißstorch in der Jahnstraße aufstellen. Ein herzlicher Dank an Familie Koplin, die dafür einen Platz auf ihrem Grundstück zur Verfügung stellt.

Möge das Storchennest auch in den kommenden Jahren besetzt werden und die Umgebung ausreichend Nahrung für eine erfolgreiche Aufzucht von jungen Störchen bieten.