Von Paulinenaue über die Türkei nach Afrika
An den Tagen vor dem Abflug nach Afrika verabschiedeten sich die Störche von den Paulinenauern. In großer Höhe konnte man die fünf Störche über Paulinenaue fliegen sehen. Es gab am 02. August sogar eine Begleitung durch den „Brandenburger Adler“, einen roten Milan, wie man es auf dem Beitragsbild erkennen kann. Sicher haben die Altvögel ihrem Nachwuchs somit auch die Koordinaten für den Rückflug im nächsten Jahr mitgegeben.

Der Milan (im Bild oben links) begleitet die Störche beim Erkundungsflug. (Foto Heike Vierjahn)
Am 04. August war dann kein Storch mehr im Nest, die große Reise hatte begonnen.
Die heißen Tage zuvor haben die Störche auch Dank der von Ralf Kopplin aufgestellten Tränke gut überstanden. Sie nahmen ab und zu auch ein erfrischendes Bad im übergeschwappten Wasser, berichtete Antje Kopplin. (Fotos Ralf und Antje Kopplin)
Unsere drei Jungvögel sind nun gemeinsam mit den insgesamt 94 Jungstörchen, die in diesem Jahr im Osthavelland flügge wurden (Bericht in der MAZ am 17.08.26) unterwegs und machen inzwischen vielleicht schon Rast am Bosporus. 2026 war also ein überaus erfolgreiches Storchenjahr.
Auf der Infotafel in der Jahnstraße wurde für das Jahr 2026 die Ziffer 3 angebracht. (Foto Eckhard Vierjahn)
Dank der Initiative von Ralf Kopplin wurde in diesem Jahr auch die Nisthilfe in Eichberge genauer unter die Lupe genommen. Mit fachlicher Unterstützung der Storchenbeauftragten Frau Claudia Jörg ist eine „Renovierung“ geplant. Der Landwirt Thomas Bangert hat seine Unterstützung bereits zugesagt und sicher können wir auch auf die Hilfe der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit einer Drehleiter von der Amtsfeuerwehr setzen. Vielleicht gibt es ja dann in Paulinenaue im nächsten Jahr zwei Storchennester mit Nachwuchs.
Noch ist das Nest in Eichberge unbewohnt. (Foto Ralf Kopplin)
Erich Ball berichtete, dass das Nest auf dem Brennereischornstein (43 Meter hoch) in Selbelang zwar immer wieder mal von Störchen angeflogen wird, aber nun schon über mehrere Jahre unbewohnt bleibt. Es gibt also Hoffnung auf ein drittes Nest.
Text: Eckhard Vierjahn


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