Kraniche beobachten entlang dem Havellandradweg

Den letzten sonnigen Nachmittag vor dem Wetterumschwung am Sonntag verbrachten auf Einladung des Kulturvereins knapp 40 Naturfreunde auf dem Fahrrad, um mit Anke Goersz vom Kranichschutz Osthavelland die rastenden Großvögel auf ihren Äsungsflächen zu besuchen. Anfangs schien die Fahrt einfach nur Freude am Radfahren durch die herbstliche Natur zu versprechen. Die stattliche Truppe durchquerte die Pessiner Heide, stoppte zu kurzen Erklärungen, aber von den Tieren, die auf den abgeernteten Maisfeldern zu erwarten waren, fehlte jede Spur. Erst an den Schwabergen hinter Pessin, als eine größere Groß Behnitzer Radlerfraktion sich eigentlich schon verabschiedet hatte, wendete sich das Blatt. In der Ferne waren die Rufe von Kranichen zu hören und aus dem Schutz der Bäume heraus ließen sie sich dann mit dem Fernglas auch sehen.

Wie schon im letzten Jahr, als wir nördlich von Paulinenaue Kraniche beobachteten, konnte Anke Goerz auf spannend-unterhaltsame Weise ihre detaillierten Kenntnisse über den Kranich und den Kranichschutz im Havelland vermitteln. Ihr kann man für ihr Engagement, das über den Naturschutz weit hinaus geht, nicht genug danken. Die Fahrt ging weiter über Senzke und Wagenitz zurück nach Paulinenaue und hatte am Ende nach 24 Kilometern auch in sportlicher Hinsicht gelohnt.

Einige Bilder

Start am Bahnhof Paulinenaue. Insgesamt fast 40 Teilnehmer/innen hatten sich eingefunden.

An den Pessiner Schwabergen. Anke Goersz konnte immer wieder Erläuterungen über das Leben der geschützten Vögel und die Maßnahmen zu ihrem Schutz einflechten. Die Erlaubnis zur Aufstellung des Schildes im Hintergrund musste sie lange streiten. Foto: Joachim Scholz.

Um die menschenscheuen Kraniche nicht zu verstören, müssen sie aus der Deckung heraus beobachtet werden. Foto: Joachim Scholz.

Und zwar am besten mit einem Fernglas oder -Rohr. Zum Glück hatte Anke an einige solcher Hilfsmittel gedacht. Foto: Joachim Scholz.

Allmählich ließen sich einige hundert Vögel – hier im Bild nur eine kleine Auswahl – blicken und auch hören. 15 verschiedene akustische Signale gibt der Kranich von sich, alle bedeuten etwas anderes. Foto: Joachim Scholz.

Zwei Kraniche vor Senzke auf ihrem Weg durch die Lüfte. Foto: Joachim Scholz.

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