Für Eckhard Vierjahn waren sie nichts Besonderes, bis einmal Besucher aus dem Ruhrgebiet die vielen Storche im Havelland bestaunten. Tatsächlich kommen die prächtigen Vögel nicht überall vor und deshalb verdienen die Sommergäste, die es nach ihrer Rückkehr aus Afrika alljährlich in die wasser- und nahrungsreichen Niederungen Europas zieht, auch unsere Aufmerksamkeit.

Das Paulinenauer Storchennest befand sich für lange Zeit auf dem Schornstein der ehemaligen Schweißerei Goldschmidt (Mosterei Werner) in der Ruppiner Straße. Nach deren Abriss 2007 stellte man einen Mast in der Jahnstraße auf und hoffte darauf, dass sich Adebar darauf niederlassen würde. Dass dem so war, belegt nun die neu aufgestellte großformatige Infotafel am Straßenrand gegenüber, die auf Initiative von Eckhard Vierjahn vom Paulinenauer Kulturverein im Zusammenwirken mit dem NABU durch die Firma Reklame Reichelt aus Falkensee angefertigt wurde. Sie weist für alle Jahre seit 2000 die Anzahl der Jungtiere aus, die im Paulinenauer Storchennest aufgezogen wurden. Es sind schon mehr als 50. Familie Kopplin genehmigte die Aufstellung des Schildes am eigenen Grundstücksrand. Etwa 20 Paulinenauerinnen und Paulinenauer kamen am Samstagnachmittag zur feierlichen Enthüllung zusammen. Es war gesellig wie selten in der etwas abseitigen Jahnstraße.

Bei der Einweihung des Schildes am 4. Juli 2026. Foto: J. J. Scholz.

Die Storchenfamilie gegenüber nahm mit Flügelschlägen des Nachwuchses und Flugeinlagen der Eltern ebenfalls Anteil am Geschehen. Foto: J. Scholz, 2026.

Zeitgleich wurde auf dem Flugplatz Bienenfarm beim Stearman & Friends-Treffen zwischen den Flugzeugen ein Storch beobachtet, der dort in aller Ruhe eine Maus fing. Foto: B. Lobitz, 2026.