Nach langem Vorlauf erhielten vor einem Jahr mehrere Gräber auf dem Paulinenauer Friedhof durch Kirchengemeindebeschluss den Status von Ehrengräbern, der ihnen für eine Frist von zunächst 20 Jahren einen besonderen Schutzstatus gewährt. Die Initiative zur Einrichtung von Ehrengräbern war vom Paulinenauer Kulturverein ausgegangen. Aus dem Verein und seinem Umfeld heraus wird nun auch geleistet, was für die Ehrengräber zu tun ist, nämlich Pflege, Verschönerung und Erinnerung an diejenigen Personen, die in den Ehrengräbern liegen. Was sonst auf dem Friedhof Familiensache ist, wird so zu einer Angelegenheit der Dorfgemeinschaft.

Seit es die Ehrengräber gibt, ist eine Menge geschehen. Vom Gießen, Harken und Pflanzen bis zum Wikipedia-Artikel reichen die guten Taten. Patenschaften für die Ehrengräber wurden eingerichtet, Kümmerer wir Gertraud Exner oder Marion Sauheitel schauen regelmäßig nach den Gräbern und bringen Gestaltungsideen ein. Kürzlich erhielten die Ehrengräber sogar metallene Kennzeichnungen. Eckhard Vierjahn vom Kulturverein war auf Eberhard von der Waydbrink zugegangen, der die Schilder anfertigte. Eberhard Schwarz hat seinem Vornamensvetter bei der Anfertigung der Schilder mit der Kamera über die Schulter geblickt und auch die übrigen Fotos geknipst.

Eberhard von der Waydbrink hat Metallschilder für die Paulinenauer Ehrengräber gefertigt. Foto: E. Schwarz 2026.

Und so sehen sie aus. Foto: E. Schwarz 2026.

Prof. Dr. Eilhard Alfred Mitscherlich, der Paulinenauer Institutsgründer, gehört das wichtigste Paulinenauer Grab. Es wird von Gertraud Exner gepflegt. Ihr verstorbener Mann Paul und sie haben die Grabpflege von Traudchens Vater Willy Boeske übernommen. Foto: E. Schwarz 2026.

Beim Paulinenauer Dorffest am vergangenen Samstag führte Joachim Scholz über den Friedhof und berichtete über vergangene Paulinenauer Lebensgeschichten. Dabei kamen nicht nur die Ehrengräber zur Sprache. Foto: E. Schwarz 2026.