Groß gedacht hatten die Veranstalter des Paulinenauer Kulturfestivals „Schnelle Vorbeifahrten“ ihr diesjähriges Event. 110 Jahre nachdem die Brüder Knauer ihr Gestüt ,Lindenhof‘ gegründet hatten, sollten Künstlerinnen und Künstler den reizvollen Ort im Luch mit ihren Installationen wieder zum Leben erwecken. Dann hatte ein Haushaltsstopp trotz zugesagter Förderung fürs Erste leider die große Bühne verhindert, doch Ausfallenlassen war keine Option.

Kurzentschlossen ließen der Kulturverein und das Atelierhaus Stern das „Knauer-Gedenkrennen“ wieder auferstehen, das nach langer Tradition auf der Trabrennbahn Mariendorf vor einigen Jahren in „Stuten-Derby“ umbenannt worden war. Als Lauf von Zweibeinern sollte es 2016 in Paulinenaue eine Neuauflage erfahren. Vor dem Lauf versammelten sich die etwa 70 Festivalbesucher zum Andenken an die Brüder und ihr Werk auf dem Paulinenauer Friedhof, um von dort zum Lauf durchs Lindholz zu starten. Dort erwarteten die Ankommenden dann Speisen und Getränke, eine effektvolle  Minimalinstallation und natürlich eine Siegererehrung! Rüdiger Stern, Initiator der „Schnellen Vorbeifahrten“ und Mitglied des Kulturvereins, sprach ein Grußwort, in dem er  sich bei den Beteiligten nicht nur dieser „Schnellen Vorbeifahrten“ bedankte und an drei Jubiläen erinnerte, die in diesem Jahr zusammenfallen und den Tag und Ort besonders machten: zehn Jahre „Schnelle Vorbeifahrten“, 20 Jahre Paulinenauer Kulturverein und 110 Jahre Knauer’sches Gestüt.

Aufbauarbeit am Vortag. Mit zugeschnittenen Pflöcken und Flatterband werden Standorte und Grundrisse der Gebäude temporär wieder sichtbar gemacht. Foto: J. Scholz 2026.

Hier stand der „Pilz“, ein Rundgebäude, das u.a. eine Schmiede enthielt. Foto: J. Scholz 2026.

Vor dem Lauf informierte Joachim Scholz über das Knauersche Gestüt und seine Gründer. Foto: E. Vierjahn, 2026.

Maike Kästner vom Kulturverein (rechts) bedient die Startklappe, die die Karibu-Grundschule zur Verfügung gestellt hat. Foto: J. Scholz, 2026.

Und los geht’s. Genau drei Kilometer beträgt die Strecke vom Friedhof zum Lindenhof. Die schnellsten Läufer brauchten kaum mehr als 20 Minuten. Foto: J. Scholz 2026.

Auch Radfahrer beteiligten sich – außer Wertung, versteht sich. Foto: J. Scholz, 2026.

Sogar mit einem Kremser kamen die Gäste zum Lindenhof und wurden herzlich begrüßt. Foto: J. Scholz, 2026.

Laufen hält jung! Foto: J. Scholz, 2026.

Geschafft! Mit Applaus wird jeder Läufer, jede Läuferin im Ziel empfangen. Foto: J. Scholz, 2026

Joyce Kienitz-Jannermann absolvierte die Strecke am schnellsten. Hier erhält sie die Goldmedaille durch Lisa Jura vom Kulturverein. Foto: J. Scholz 2026.

Auf dem Lindenhof herrschte Trubel. Auch ohne großen Aufwand wurde dieser Sonntag ein kultur- und erlebnisreicher Tag für unser Dorf. Foto: J. Scholz, 2026.

Völlig unerwartet stellte sich am Ende noch ein echter Traber ein und drehte mit dem Sulky beeindruckend seine Runden. Der Hof ist seit über 50 Jahren unbewohnt. Foto: J. Scholz, 2026.