12.09.2026, Paulinenaue feiert sein neues Feuerwehrdepot. Die Fertigstellung nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit ist nach dem Abschluss der Sanierung unserer Dorfkirche vor einem guten Jahr das nächste Großereignis in Paulinenaues Orts- und Baugeschichte. Am Samstag um 10.00 Uhr fanden sich die Kameradinnen und Kameraden vor dem Neubau zu letzten Vorbereitungen zusammen. Vieles war im Vorfeld schon getan und aufwändig vorbereitet worden. Vor Beginn der Eröffnungsfeier präsentierten sich die neuen Räume noch unverstellt. Wehrführer Christian Gnewikow erteilte letzte Instruktionen. Kuchen wurden aufgetischt, Grill- und Getränkestand setzten sich in Gang und von überall her strömten Feuerwehrleute herbei. Sie waren in neue schmucke Uniformen gekleidet.

Das rote Band ist durchschnitten und Paulinenaues Feuerwehrgebäude eröffnet. Als 5. von links Innenmisnister Jan Redmann. Foto: J. Scholz, 2026.

Dann ging es schnell. Irgendwann trafen neben vielen anderen Gästen auch zwei schwere Limousinen auf dem Feuerwehrvorplatz ein. Der Brandenburger Innenminister Jan Redmann (CDU) war angekommen. In einem Ton mit den Honoratioren aus Land, Amt und Gemeinde betonte er in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit des Gemeinwesens. Amtsdirektor Ralf Haase nannte das Gerätehaus ein „Fundament für Sicherheit, einen Ort für Kameradschaft und das Ehrenamt“ und er wies besonders darauf hin, dass bei der Errichtung Zeit- und Kostenplan eingehalten worden sind. Feuerwehren der Nachbarorte gratulierten und überbrachten liebevolle Geschenke. Da das Löschen in der Zunft das Hauptthema ist, waren viele kreative Biergeschenke dabei. Die Kameraden aus Haage überreichten ein Brett, auf dem ein Feuerwehrschlauch als stilisierter Gürtel eingearbeitet war. Dann wurde gefeiert, gegrillt und erzählt. Um 14.00 Uhr begann eine öffentliche Führung. Es gab auch eine Ausstellung zu sehen, die sich mit vielen Fotos, Exponaten und einer Videoinstallation durch die Räume zog.

Paulinenaues neues Feuerwehrdepot am Tag der Eröffnung. Foto: J. Scholz, 2026.

Das neue Feuerwehrdepot ist 525 qm groß. Es hat 2,75 Mio Euro gekostet, von denen 627.000 € das Land beisteuerte. 23 Gewerke waren an seiner Errichtung beteiligt. Der Bau war nötig geworden, weil der 1963–66 errichtete Vorgängerbau längst zu klein geworden war und auch sonst nicht mehr den Anforderungen genügte. Bei der Führung durch den Neubau war der Unterschied zu vorher dann deutlich zu bemerken. Nun ist Platz für (potenziell) mehrere Einsatzfahrzeuge und für Versammlungen mit einer dreistelligen Zahl an Teilnehmenden. Private Feiern, wie sie im alten Sozialgebäude üblich waren, wird es allerdings nicht mehr geben können. Im Haus gibt es Küche, Duschen, getrennte Umkleidekabinen für Frauen und Männer und geräumige Spinte für alle, auch für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr. Geheizt wird mit einer Luft-Wärmepumpe, auf dem Dach ist Photovoltaik installiert und unterm Dach befinden sich zwei geräumige Speicher für die Dinge, die sich so ansammeln.

Mehr Bilder von der Eröffnung

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Fotos: J. Scholz, 2026

Das Baugeschehen war fast im Stillen vor sich gegangen, es gab wenig Klagen. Eine Postadresse, die zum Brädikower Weg gehört, steht zu diesem nun in keiner Verbindung mehr. Der Zaun an der Nordseite riegelt die Altbauten dahinter, die auf der anderen Seite durch die Bahnlinie strikt begrenzt werden, ab. Doch das neue Haus nimmt auch Form und Farben seiner Umgebung auf. Es hat von der Straße her gesehen eine angenehme, moderne Ausstrahlung. Im Vergleich zu den im März 2020 präsentierten und wieder verworfenen Plänen für einen Neubau auf dem kleinen Sportplatz ist ein deutlicher Qualitätsunterschied zu bemerken.

Den Paulinenauer Feuerwehrleuten und ihren Gästen war am Eröffnungstag der Stolz ins Gesicht geschrieben. Die Eröffnung eines neues Depots erlebt nicht jede Generation. Das ist beim Innenminister anders, der, nachdem er sich in Paulinenaue gründlich umgesehen hatte, noch zur Eröffnung eines weiteren Feuerwehrgebäudes aufbrach.